Mauer- und Holzbienen, Feuerwespe & Co

von Christine Schröter

Die Beobachtung der verschiedenen Hautflügler beim Aufsuchen der Niströhren ist eine sehr spannende Beschäftigung. Außer den zahlreichen gehörnten Mauerbienen (Osmia cornuta) sind dieses Jahr zwei Holzbienen (Xylocopa violacea) zu Gast. Sie haben es sich in den großen Bohrungen (13mm Durchmesser) gemütlich gemacht. Wir sind gespannt, was daraus wird.

Ebenfalls besuchte uns ein wunderbar farbenprächtiges Insekt, das sich nach Recherchen als Gemeine Goldwespe, auch Feuer-Goldwespe genannt (Goldwespen=Chrysididae) herausstellte. Sie ist eine parasitierende Wespe, d.h. das Weibchen legt ihre Eier in die Nester der Mauerbiene. Die Larve der Wespe frißt das Ei oder die Larve des Wirtes und danach die eingetragenen Nahrungsvorräte. Danach verpuppt sie sich. Die Goldwespen fliegen von Mai bis September.

 

 

Und ein weiteres Insekt, das wir noch nie gesehen hatten, besuchte die Niströhren: ein Trauerschweber, Anthrax anthrax, ebenfalls ein Wildbienenparasit. Das Weibchen patroulliert Niststellen von Wildbienen. Man vermutet, dass sie am Geruch erkennen kann, ob die Röhre belegt ist. Die Eier werden von ihr im Flug in die Niströhren hineingeworfen.

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