Andre Baumann zu NSG Coleman

von Gunther Mair

Am 6.5.14 hielt Andre Baumann, der Vorsitzende des NABU Baden-Württemberg, auf Einladung von Gabriele Baier, GRÜNE-Kommunalwahlkandidatin und Vorstandsmitglied der Ortsgruppe Mannheim des BUND, in Sandhofen eine Informationsveranstaltung zum Stand der Naturschutzgebietausweisung auf dem Areal der Coleman Barracks.

H. Baumann erläuterte, dass von 30 in Deutschland ausgewiesenen Biodiversitätshotspots die Region um Mannheim mit dem "nördlichen Oberrheingraben" als Nr. 10 dabei sei; dies sei durch die Kombination von Wasser (Rheinauen) und Trockenheit (Flugsandboden) gegeben. Damit gehört diese Region mit zu den artenreichsten Gebieten von Baden-Württemberg. Das nach europäischem Recht ausgewiesene Sandrasengebiet erstreckt sich von Sandhausen über Hockenheim und Schwetzingen bis nach Mannheim.

Bereits 2001 wurde mit dem sogenannten "Haardtplatten-Konzept" Coleman wegen seines Sand-Magerrasens als mögliches NSG-Gebiet genannt. Das Ausweisungsverfahren läuft aktuell. Eine jüngere Teilkartierung habe zusätzlich naturschutzfachlich relevante Funde beidseits der Landebahn ergeben. Bisher sind 40 Hektar in zwei Flächen beantragt (von einer Gesamtfläche der Coleman Barracks von etwa 216 Hektar).

H. Baumann informierte auch, dass Baden-Württemberg für die Erhaltung und Zustandsverbesserung des Biodiversitätshotspots Nr. 10 im letzten Jahr 1,3 Millionen Euro bereitgestellt habe. Damit wären Mittel zur Aufwertung eines NSG Coleman bereits vorhanden.
Unabhängig davon wäre eine Überbauung des streng geschützten Sandrasens gesetzlich untersagt.

Für eine dauerhafte Pflege sei die Offenhaltung der niedrigen Vegetation erforderlich, dafür bestünde die Idee, Wanderschäfer die Beweidung übernehmen zu lassen. Vorgespräche in der Region seien positiv gelaufen.

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Die oberen beiden Bilder wurden nicht gezeigt. Quellenangabe: Frischluftschneise aus Weißbuch II der Stadt Mannheim, 2013; NSG-Vorschlag aus Schutzgebietskonzept Haardtplatten, LfU, Karlsruhe (1999)

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