Wiedehopf-Projekt im November 2014 gestartet

von Christine Schröter

Uwe bei der Arbeit

Am 27. November 2014 wurden von Uwe Diehl 2 Wiedehopfnistkästen im sog. Wörthfeld (Häusemer Feld) aufgehängt. Ein tolles Wiedehopf geeignetes Gelände, östlich von Seckenheim, betreut durch den NABU Mannheim. Das Gelände ist von Büschen und zum Teil alten Bäumen, die nicht zu dicht stehen, durchzogen und die Grasflächen werden durch Rinder und Schafe, die dort weiden, kurz gehalten. Außerdem schützt der Weidezaun, der das Gelände umgibt, vor Störungen jeglicher Art. Was für eine erfolgreiche Brut, sollte sich dort ein Wiedehopfpaar einmal niederlassen, äußerst wichtig ist.

Häusemer Feld - Wiedehopfnistkasten Nr. 2

Am 28.11.2014 wurde von Bernd und Uwe ein 3.Kasten (4. Kasten folgt) im Nordosten von Mannheim, im NSG Neuwäldchen/Viehwäldchen/Viernheimer Düne bei Straßenheim montiert.  Auch dieses Gelände ist von einem Weidezaun umgeben und somit vor Störungen geschützt. Hier wurde an einem alten Baum am Rande einer Ziegenweide der Kasten befestigt.

Durch ein Mitglied des dortigen Schützenvereins haben wir erfahren, dass im Mai 2014 kurzzeitig der Wiederhopf beim Jagen auf der nahen Wiese gesichtet wurde. Gleiches berichtete Herr Häfele, der Mann der Schäferin.

Die günstige Lage diese Areals zu zweier ca. 2,5 km in östlicher Richtung und ca. 1,0km in nördlicher Richtung liegenden Golfplätze sowie die Nähe der Viernheimer Heide in ca. 2,0km Entfernung machen dieses Gelände zu einem wichtigen Biotop für künftige Wiedehopfbruten.

Einige Plätze im Norden Mannheims (Sandtorfer Bruch etc.) werden von Uwe in den nächsten Zeit abgefahren. Allerdings können diese erst ab der nächsten Saison mit Kästen bestückt werden, da die Nistkästen in Handarbeit von uns gefertigt werden. Vielleicht möchte ja auch jemand Kästen sponsern und welche käuflich für uns erwerben. Wir würden uns sehr darüber freuen, umso mehr könnten wir dem Wiedehopf dadurch helfen.

Wiedehopf/Vorderpfalz am 08. Juni 2013 - Foto Uwe Diehl

Hier nun einige Infos zum Wiedehopf:

Auf Golfplätze werden auch immer wieder Wiedehopfe bei der Nahrungssuche beobachtet, da auch dort die Rasenflächen immer sehr kurz gehalten werden. Da der Wiedehopf seine Nahrung überwiegend vom Boden aufnimmt, den er mit seinem langen Schnabel nach Insektenlarven und Würmer absucht, sind die oben genannten Areale von großer Bedeutung für eine erfolgreiche Wiederansiedlung!

Auch Streuobstwiesen mit altem Obstbaumbestand sind ein wichtiger Bestandteil, allerdings sollten auch hier die Graszwischenräume immer kurz gehalten werden.

Er liebt warme, trockene, nicht zu dicht baumbestandene Gebiete mit kurzer spärlicher Vegetation.

Der Wiedehopf zieht nicht wie viele andere Zugvögel in Schwärmen, sondern als Einzelvogel überwiegend in der Nacht. Deshalb kommt es oft vor, dass man tagelang immer nur einen einzelnen Vogel zu Gesicht bekommt.

Durch immer wieder Up Up Up Rufe von sogenannten Singwarten aus (daher der lat. Name „Upupa“) lockt das Männchen das Weibchen an und grenzt auch so sein Revier ab.

Der Wiedehopf  kehrt jedes Jahr immer wieder in das Gebiet zurück, indem er das Licht der Welt erblickte. Wobei die Weibchen standorttreuer sind als die Männchen. (Text: Uwe Diehl, Fotos: Uwe Diehl/Bernd Gremlica)

Wiedehopf/Vorderpfalz am 15. Juni 2013 - Foto Uwe Diehl

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