Silvesterfeuerwerk

von Kristina Käferle

Die meisten Menschen lieben das bunte Geknalle zum Jahreende. Auch viele NABU Mitglieder. Das ist auch nicht generell zu verurteilen, allerdings sollte man bedenken, dass die Natur sehr gut ohne dieses Feuerwerk auskommt, worauf Andre Baumann im Presseartikel des  NABU Bundesverbands hinweist und zum bewussten Umgang mit dem Silvesterfeuerwerk rät. 

Pressemitteilung des NABU Baden-Württemberg

29.12.2015

 

Silvester-Feuerwerk: Natur kommt gut ohne aus

NABU rät zu bewusstem Umgang

 

Stuttgart – Für viele Menschen sind Feuerwerk und Silvester untrennbar miteinander verbunden, während die Tierwelt gut ohne Böller & Co. auskäme. Der NABU rät angesichts von Stress für die Tierwelt, Feinstaub- und Müllproblematik zum bewussten Umgang: „Wie so oft gilt auch hier: Weniger ist mehr. Wenn schon Feuerwerk, dann am besten möglichst kurz und nicht in Feld, Wald und Flur“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Andre Baumann.

 

Gerade für die Vogelwelt bedeutet das Silvester-Feuerwerk eine enorme Störung. Radaraufnahmen haben gezeigt, dass Vögel aufgeschreckt ihre Schlafplätze verlassen und in die Höhe steigen, sobald es laut knallt und grelles Licht den Nachthimmel erhellt. „Das große Problem ist, dass die Vögel dabei unnötig wertvolle Energiereserven verbrauchen“, erläutert Baumann. Auch Wildtiere geraten in Stress: Im Winter sind sie ebenfalls auf ihre Energievorräte angewiesen, weil sie weniger Nahrung finden und die kühle Witterung an ihnen zehrt. Werden sie aufgeschreckt und flüchten, leeren sich ihre Energiespeicher. „Deshalb sollte man zum Beispiel in Waldnähe auf das Feuerwerken verzichten und auch einen Bogen um städtische Parkanlagen machen, die oft Rückzugsorte für Wildtiere sind“, sagt der NABU-Landesvorsitzende.

 

Auch für den Menschen sind Böller nicht die reine Freude: Wenn man zum Jahreswechsel kaum die Hand vor Augen sieht, die Augen brennen und es im Hals kratzt, können das Anzeichen der enorm erhöhten Schadstoffbelastung der Luft sein. Der Feuerwerksqualm besteht laut Umweltbundesamt zu großen Teilen aus Feinstaub. An Neujahr ist die Luftbelastung mit gesundheitsgefährdendem Feinstaub demnach oft so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht. 

 

„Probleme für die Vögel und Wildtiere, hohe Feinstaubbelastung und nicht zu vergessen der Müll, der in der Silvesternacht vom Himmel fällt – es schadet sicher nicht, sich das vor Augen zu führen, bevor man den Einkaufswagen mit Böllern und Raketen füllt“, sagt Baumann.

 

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