Das Feldhamsterprojekt des NABU Mannheim

Feldhamster

Der Feldhamster (Cricetus cricetus) ist ein possierliches, mutiges und farbenfrohes kleines Säugetier. Früher war er ein häufiger Bewohner unserer Feldflur. Nach Jahrzehnten der intensiven Bekämpfung als Getreideschädling, aber auch durch die Zerschneidung und die Verkleinerung seiner Lebensräume durch Straßen und Neubaugebiete sowie vor allem durch die moderne industrielle Landwirtschaft ist der Feldhamster heute nahezu vollständig von unseren Äckern verschwunden.

In Deutschland ist der Feldhamster stark gefährdet, in Baden-Württemberg sogar vom Aussterben bedroht. Einige der letzten Verbreitungsgebiete des Feldhamsters in Baden-Württemberg, aber auch in ganz Deutschland, liegen mitten in Mannheim sowie in der unmittelbaren Umgebung der Quadratestadt. Aber auch hier sind die Feldhamsterpopulationen massiv vom Aussterben bedroht.

Der NABU Mannheim hat deshalb ein Feldhamster-Projekt ins Leben gerufen, um sich auf verschiedene Art und Weise für den Schutz dieser so seltenen und nach EU-Recht (Anhang IV der FFH-Richtlinie) streng zu schützenden Art in Mannheim zu engagieren.

Aktuelles


Eine Bilanz der Vertragsflächen-Begehungen

Die Ausweisung von Vertragsflächen wird erst dann erfolgversprechend sein können,wenn das eingebettet ist in ein langfristig angelegtes Feldhamsterschutz-Programm.Und hier hapert es beim Land Baden-Württemberg.In so einem Gesamtkonzept wäre auch zu erläutern, wie man hamsterfreundliche Flächen so einrichten will,dass eine optimale Grundlage geschaffen wird, stabile und überlebensfähige Populationen aufzubauen.

von Bernd Gremlica

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Die Vertragsflächen im Häusemer Feld

Das Gebiet liegt östlich von Seckenheim.Für den Feldhamster von Bedeutung: nach Osten hin bildet die Bahntrasse eine ( schwer zu überwindende) Schranke;Nach Süden hin blockieren Straßenbahntrasse und v.a. die L637 eine Verbindung zum Oberfeld.Aber nach Westen eröffnet sich mit dem Wörthfeld ( Gemarkung Ilvesheim) ein weites Ausbreitungsfeld.Auch nach Norden gibt es auf der Gemarkung Edingen-Neckarhausen reichlich Ausbreitungsmöglichkeiten.

von Bernd Gremlica

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Die Vertragsflächen in Straßenheim

Auswilderungsfläche Luzerne /Hafer mit Elektrozaun

Von ihren Ausmaßen her ist die Straßenheimer Flur für die Feldhamster -Wiederansiedlung natürlich besonders interessant.Und keine Neubaugebiete, die sich weiter in die Landschaft reinfressen. Verkehrswege-Problematik geht gegen Null.Die Westgrenze ist die Autobahn. Einzige Straße ist der Straßenheimer Weg, der im  Norden liegt - wird abends kaum befahren. Im Süden quert dann noch die Straßenbahn-Trasse Wallstatt-Heppenheim das Hamster-Gebiet.

von Bernd Gremlica

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Die Vertragsflächen im Oberfeld

Seckenheim und Suebenheim bilden die Westgrenze des vergleichsweise kleinen Gebiets.Die nördliche Grenze ist die L 637. Das Wabco-Betriebsgelände und die sich südlich anschließenden Kleingärten bilden die Ostgrenze ( nach Osten angrenzend die parallel verlaufende Bahntrasse).Schließlich Autobahn und Schwabenstraßen die Grenze im Süden.

von Bernd Gremlica

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Die Vertragsflächen in Seckenheim Areal II

Blick in den Westteil von Areal II

Die Aufteilung zwischen Seckenheim und Seckenheim-Areal II bietet sich an, weil die L 542 beide Areale trennt.Die L542 ist zwar keine Sperre wie die Autobahn  zwischen Bösfeld und Mühlfeld. Aber sie ist eine relativ stark frequentierte Landstraße mit einer steilen Böschung zur Autobahn hin.

von Bernd Gremlica

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Die Vertragsflächen in Seckenheim

Blick vom Luzerne-Acker zum Soja-Acker

Die Ackerflur liegt zwischen Autobahn, Seckenheimer Landstraße, L 542 und Neuostheimer Straße.Zwei  Wirtschaftswege gehen unter der Autobahn durch, sodaß eine Verbindung der Hamsterpopulationen im Mühlfeld und Seckenheim gegeben ist.

von Bernd Gremlica

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Die Vertragsflächen im Mühlfeld

Geht man von der Hans Thoma Straße aus ins Mühlfeld, stößt man -im Gegensatz zum Bösfeld- auf Ackerschläge mit unterschiedlichen Feldfrüchten.Neben Luzerne-Anbau im weiteren Soja, Zuckerrüben, Mais und Getreide ( Gerste , Weizen).Diese Mischung findet sich allerdings nur im nördlichen Bereich vom Mühlfeld.

von Bernd Gremlica

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Die Vertragsflächen im Bösfeld/Kloppenheimer Feld

kein hamsterfreundliches Gebiet

Die hamsterfreundlichen Vertragsflächen, die die Stadt Mannheim mit den Bauern ausgehandelt hat, liegen im Bösfeld/Kloppenheimer Feld und im Mühlfeld, auf der gegenüberliegenden Seite der Autobahn.Auf das Mühlfeld wird in einem späteren Beitrag eingegangen.Im Gegensatz zu den Vertragsflächen des Landes , bei denen 5 verschiedene Varianten den Bauern zur Auswahl stehen, hat die Stadt wahlweise nur zwei Typen zur Auswahl: Getreide und Luzerne.Der Vertragstyp Getreide der Stadt Mannheim dürfte der Vertragsvariante D des Landes entsprechen ( Einzelheiten sind uns nicht bekannt)

von Bernd Gremlica

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