Eine neue Unterkunft für Fledermäuse

von Gabi Parthenschlager

Fledermauskasten NABU Mannheim

Zu einem Einsatz der besonderen Art wurde der NABU, Ortsgruppe Mannheim im November nach Neckarau gerufen. Eine junge Frau hatte relativ große Kotspuren an der Balkontüre gefunden. Ein gerufener Schädlingsbekämpfer konnte aber Ratte und Maus ausschließen und verwies sie auf den NABU. Herzlichen Dank an dieser Stelle an den Schädlingsbekämpfer!

Gabi P. und Klaus M. aus unserer Arbeitsgruppe Fledermäuse gingen daraufhin vor Ort und untersuchten den Rolladenkasten. Etwas dunkles, fast schwarzes konnte mit der Endoskopkamera im Rolladenkasten festgestellt werden. Die Kötel (so nennt man den Fledermauskot, weil es kleine Kotklümpchen sind) am Boden wiesen auf eine größere Art von Fledermaus hin. Wahrscheinlich ein Großer Abendsegler. Gabi und Klaus untersuchten den Kot und fanden Reste von Insektenbeinen, -körper und anderen Chitinbruchstücken. Klaus M. erkannte auch, dass sich die Wohnung an einem Grünzug bis zum Waldpark befindet, wo Fledermäuse gerne über den Wiesen und an den Bäumen nach Insekten jagen. Die junge Frau hat sich gefreut und wird nun einen Fledermauskasten neben der der Einflugstelle aufhängen, damit die Fledermaus und die Menschen gemeinsam leben können.

In Mannheim gibt es mehr als 10 verschiedene Fledermausarten. Von etwa 5 bis 40 Gramm leicht. Es gibt durch die Wälder, durch Neckar und Rhein, aber auch durch Grünzüge, wie oben beschrieben Nahrung (kleine Insekten) für die Fledermäuse. Die fliegenden Säugetiere leiden jedoch unter Quartierverlust: Dachrenovierungen, Baumfällungen u.s.w..

Wer hat auch Interesse einen Fledermauskasten (s. Foto, Einflugöffnung von unten) zu spenden und bei sich aufzuhängen? Die sind ganz klein und es muss auch nicht unbedingt gebohrt werden. In jedem Stadtteil ist es möglich. Auch in der Innenstadt. Gerne beim NABU Mannheim melden!

Text & Foto: GP


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